U23-WM 2026 in Duisburg

Die U23-Ruder-Weltmeisterschaften 2026 fanden vom 23. bis 26. Juli auf der modernisierten Wedau-Regattabahn in Duisburg statt. Rund 1.000 Athletinnen und Athleten aus 50 Nationen kämpften in den olympischen und nicht-olympischen Bootsklassen um die Medaillen.

Mit dabei waren die beiden Clübler Paula Lutz im Frauen-Einer und Maximilian Rühling im Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier, zusammen mit seinem Bootspartner Naveen Shah aus Kassel.

Der von Julian Weber gecoachte Zweier hatte nach der gelungenen WM-Vorbereitung in Kassel im Vorlauf keine Mühe, sich direkt für das Finalrennen am Sonntag zu qualifizieren. Im Finale wählte das ausgezeichnet harmonierende Duo eine gänzlich andere Taktik als im Vorjahr beim Gewinn der Silbermedaille, mit dem Ziel, das Rennen von Beginn an zu dominieren und die Konkurrenz ständig im Blick zu behalten. Dies gelang mit einem Vorsprung von über einer Bootslänge bei 1000m hervorragend. Auch auf der zweiten Streckenhälfte zeigte das Duo keine Schwäche und krönte sich in einer Zeit von 6:30,25 zum U23-Weltmeister vor Frankreich und Serbien.  Mit dem Titelgewinn unterstrichen Maximilian und Naveen zugleich ihre Ambitionen für einen Start auf der A-WM Ende August in Amsterdam.

Paula war nach dem souveränen Erfolg auf den Deutschen U23-Titelkämpfen und der positiv verlaufenen WM-Vorbereitung in Breisach mit Selbstvertrauen nach Duisburg gekommen. Im stark besetzten 20-Boote-Feld musste sich die US-Studentin bei wechselnden Windbedingungen zunächst an ihre neue Rolle und das hohe internationale Niveau gewöhnen, was ihr von Rennen zu Rennen besser gelang. Nach Platz 3 im Halbfinale, das von Worldrowing für Aktive und Trainer recht überraschend und kurzfristig wegen eines befürchteten Wetterumschwungs um einen Tag vorverlegt worden war, ging sie auf einer der Außenbahnen ins A-Finale am Sonntag. Dort lag Paula zur Streckenhälfte zunächst auf Bronzekurs, musste im dritten Viertel jedoch die starken Konkurrentinnen aus Rumänien, Irland und Spanien vorbeiziehen lassen. In einem beeindruckenden Endspurt sicherte sie gegen Jente Jongsma aus den Niederlanden in 7:44,76 den hervorragenden vierten Platz und bewies auch im Einer ihre internationale Klasse.

Bemerkenswert waren zahlreiche Erfolge für weitere US-Studentinnen aus unterschiedlichen Nationen, unter anderem zwei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille für Mitglieder des Virginia Women`s Rowing Team, dem auch Paula angehört.

Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung Duisburgs als internationaler Regattaausrichter und bot den U23-Athletinnen und –athleten aus der gesamten Ruderwelt eine gelungene Bühne auf ihrem Weg in den A-Bereich.

(Bilder: DRV)

Autor: Mannheimer Ruder Club 1875 e.V.

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