Riemenprojekt Junior A Leichtgewicht

Nach dem gut gelungenen Saisonstart auf der heimischen Früh-Regatta ging es für uns am 4./5. Mai auf die Internationale Junioren-Regatta nach München. Hier konnten wir uns zum ersten Mal gegen andere Vierer mit einem durchschnittlichen Mannschaftsgewicht von maximal 65kg beweisen. Nach zwei zweiten Plätzen im sechs-Boote-Feld war die Frustration allerdings groß, da wir am Sonntag nicht das umsetzen konnten, was wir uns nach dem Rennen am Samstag vorgenommen hatten.
Das Ganze relativierte sich allerdings durch die Erfolge in unseren Zweiern. Sowohl unsere Viererpartner Lukas (Worms) und Samuel (Amicitia), als auch Marvin und ich durften uns die für München bekannten und heiß begehrten „Winner-T-Shirts“ am Siegersteg abholen und wurden anschließend sogar live im Regattastream interviewt.

Das Wochenende motivierte schlussendlich dazu, den maximalen technischen Fortschritt im Vierer anzustreben und das Potential weiter auszuschöpfen.

Mit dem guten Gefühl, das wir uns im Training erarbeitet hatten, fuhren wir am 18./19. Mai auf die Junioren-Regatta nach Köln, um uns erneut bestmöglich in den Bootsklassen Zweier und Vierer zu präsentieren. Die Regattastrecke in Köln bot hierzu faire Bedingungen mit leichten Gegenwindverhältnissen. Den Anfang machte unser Viererrennen, in dem wir auf überwiegend uns bekannte Gegner trafen. Nach einem gelungenen Start und Übergang konnten wir das Rennen kontrollieren und den Vierer ohne große Mühe auf Platz 1 über die Ziellinie schieben. Den Anschluss machte unser Zweier, in dem wir uns durch einen weiteren Erfolg für den gesetzten Lauf am Sonntag qualifizieren konnten und durch das lockere Rennen Kraft für die beiden Finalrennen aufsparen konnten. Am Sonntag hielten unsere Gegner im Vierer direkt zu Beginn dagegen und versuchten uns damit unter Druck zu setzen. Ohne aus der Ruhe zu kommen, kontrollierten wir auch den Finallauf und durften uns unser jeweils drittes Radaddelchen am Siegersteg abholen – samt einer Flasche Wasser gegen die brütende Hitze. Voller Anspannung und dennoch etwas erschöpft sollte es zum Schluss noch einmal im Zweier auf die 2000 Meter lange Strecke auf dem Fühlinger See gehen. Nach der Hitze des Vortages begann der Himmel kurz vor dem Rennstart langsam mit schwarzen Wolken zuzuziehen. Als alle Boote bereits mehrere Minuten zu früh am Startnachen lagen, fragte der Schiedsrichter, ob jemand aufgrund der Wetterlage etwas gegen einen vorgezogenen Start hätte. Während man im Hintergrund das Telefonklingeln der Regattaleitung hörte, die die Unterbrechung der Regatta mitteilen ließ, hieß es zum letzten Mal „Achtung - LOS!“. All die Nervosität entlud sich und endete darin, dass wir einen Krebs fingen – direkt im dritten Schlag. Das Kopfkino begann und dennoch hieß es, kühlen Kopf zu bewahren – was uns erstaunlich gut gelang. Mithilfe von Spurts konnten wir die verlorene Länge über die Strecke rausfahren und uns immer weiter zum führenden Boot aus Hameln vorarbeiten. Über einen fulminanten Endspurt gelang es uns dann noch am Lübecker Boot vorbei als zweitschnellster von anfangs 24 gemeldeten Zweiern über die Ziellinie zu rauschen. Um schnell dem Gewitter zu entkommen, gingen wir baden, um den Zweier schnell an Land ziehen zu können. Nach einem Speed-Abriggern bekamen wir nebenbei noch den Abbruch der Regatta mit und konnten uns glücklich schätzen, dass unser Rennen als allerletztes überhaupt noch stattgefunden hatte. Glücklich über das erfolgreiche Wochenende ging es dann durch den strömenden Regen nach Hause zum Mannheimer Altrhein, wo wir wieder von Sonnenstrahlen in Empfang genommen wurden.

Am 25./26. Mai wurde in Esslingen ein Achter in Renngemeinschaft mit Esslingen, Nürtingen und München trainiert und nun sind alle auf die Junioren-Regatta in Hamburg am 1./2. Juni gespannt, auf der neben dem Achter erneut der Vierer gefahren wird.

Autor: Mannheimer Ruder Club 1875 e.V.

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